Ausdrucksbewegungseinheit 1

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Movie: Bataan*
Szene: Koch gegen Flugzeug*
Ordnungsnummer: 01
Einzelanalyse: Bataan*
Timecode von: 00:58:10:02
Timecode bis: 01:01:47:11
Entstehungsjahr: 1943

Die Enge des wie eine Bühne bespielten Raums (beim Ausheben des Grabs; vor der Hütte) kontrastiert mit der Weite des akustisch durchmessenen Raums. Mit dieser Spannung zwischen akustischem und visuellem Geschehen wird eine unsichtbare Präsenz inszeniert. Diese Ausgangsspannung wird verknüpft mit einem Gegeneinander von Dynamisierung und Verlangsamung. Über die Verlangsamung der Bewegung im Bild (Innehalten beim Schaufeln; der Schritt vor die Hüttentür, der in einen Blick nach oben ausläuft) verlagert sich die Dynamik auf das Anschwellen des Lärms und kontrastiert mit den wie festgehefteten Blicken nach oben (zuletzt der gemeinsame Blick der geduckten Soldaten). Es entsteht eine Spannung zwischen der hohen akustischen Dynamik und dem Zustand der Erregung, der sich auf dem engsten Raum der Soldatengesichter abzeichnet.

Das akustische Potential erzwingt geradezu eine Wiederaufnahme der Bewegung im Bild. Kommt es schließlich mit dem Einsetzen des Gewehrfeuers zur räumlichen Verteilung des Geräuschaufkommens, ähnelt dies der plötzlichen Volumenausdehnung bei einer Explosion. In einer Einstellungsfolge, in der die Kadrierung sukzessive erweitert wird und das Bild immer mehr stürzende Bäume und aufspritzende Erde erfasst, dehnt sich diese Explosion aus. Schließlich tritt das Stakkato eines MG in den akustischen Vordergrund und bündelt dort die gesamte Explosionsbewegung, die dann im Point-of-view-shot der Soldaten auch eine Richtung bekommt.

Dieser Verlauf wird jedoch erneut durch ein akustisches Ereignis unterbrochen (MG-Lärm). Mit dem letzten Bild des durchschossenen Körpers, der zusammenbricht und im Bodennebel versinkt, zerstiebt der Triumph. translation missing: de.icon_seitenanfang
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