Ausdrucksbewegungseinheit 14

Für eine optimale Darstellung dieser Seite aktivieren Sie bitte JavaScript.

Movie: Sands of Iwo Jima*
Szene: Die Landung - Iwo Jima*
Ordnungsnummer: 14
Einzelanalyse: Sands of Iwo Jima*
Timecode von: 01:29:15:19
Timecode bis: 01:30:03:07
Entstehungsjahr: 1949

Die vorwärtstreibende Musik verbindet die wieder einsetzende "Fiktion" mit dem Druck der dokumentarischen Truppenbewegung. Sie schreibt sich in den Zickzacklauf der Figuren ein, wiederholt sich selbst mit dem heroisch-monumentalen Marinethema über dem Soldaten, der seinen Bruder rettet, und dem disharmonischen Bläsersignal als Conway Stryker rettet und das synchron zum Ausholen und Conways Schlägen erklingt. Gleichzeitig werden die einsetzenden musikalischen Explosions- und Schusskulisse sowie die Dialoge dominanter.

So markiert die Musik die Kontinuität jenseits der umschlagenden Inszenierungsweise, in der nun nicht mehr direkt das Dokumentarmaterial einbezogen wird, sondern seine Dynamik von Impuls und Hemmung in die Dramatisierung eingeht: Es beginnt mit dem Kontrast zwischen der Intensität mit der die Figuren aus dem Nebel kommend im Zickzack auf die Kamera zulaufen, vor ihr vorbeiwischen und der einzelnen Figur die in der Mitte getroffen liegenbleibt.

Die Fiktion wird dabei vor allen Dingen in ihrer räumlichen Abschirmung durch die dunklen Felsen und die klare Verortung von Aktionen in definierten Handlungsräumen ein- und abgeschlossen: getroffen werden; in Deckung gehen; den Verlust bemerken; die Rettung Strykers; die Anerkennung...

Die Bewegungstendenz verläuft hier von einem körperlichen Zusammenziehen in der Deckung, im schützenden Raum, zu einer Öffnung in der Rettungsbewegung, die plötzlich in der beschleunigten Schnittfrequenz in einen um-sich-greifenden, zentrifugalen Zorn umschlägt, um ebenso plötzlich wieder zu erschlaffen. translation missing: de.icon_seitenanfang
request.remote_ip=44.222.64.76