Wasser*

Kategoriale Zuordnung

  • Formierung eines Gruppenkörpers (corps)
  • Kampf und Natur

 

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Movie: Sahara*
Ordnungsnummer: 11
Einzelanalyse: Sahara*
Timecode von: 00:36:28:10
Timecode bis: 00:45:47:21
Entstehungsjahr: 1943

Diese Szene stellt einen Wendepunkt im dramaturgischen Verlauf des Films dar und etabliert zusätzlich, zwischen den Strapazen der Bewegung durch die Wüste (> „Sandsturm und Ankunft“) und dem Sesshaftenwerden der Truppe (> „Heimatgespräche“) stehend, den kämpferischen Konflikt um die Quelle. Zentrales Moment bei der Entdeckung des Wassers ist das Bild einer der Natur abgerungenen Gemeinschaftsbindung (> ABE 4) – wobei das Abringen selbst einen großen Teil der Szene einnimmt, während der Abschluss der Szene dieser Bindung zusätzlich Sinn und Dringlichkeit verleiht.

Dabei werden im Laufe der Szene selbst immer wieder Wendepunkte inszeniert, was sich zudem in den häufigen Wechseln der zentralen Gestaltungsprinzipien zeigt: Dominant ist hierbei zunächst die akustische Ebene (> ABE 1 und > ABE 2); einerseits durch die musikalischen Verläufe und andererseits gerade dadurch, dass die dramaturgischen Wendepunkte durch Unterbrechungen der sonst ständigen Musikbegleitung und dadurch extrem markanten Momenten einzeln dastehender Geräusche gestaltet werden (die erste enttäuschte Hoffnung vor dem trockenen Aufprall des Steins, die Wassertropfen, der heulende Wind beim Verteilen der ersten Schlucke, die Stimmen der Deutschen). Danach sind es im Mittelteil die hell-dunkel-Rhythmik (> ABE 3) und anschließend vor allen Dingen die zeitliche Entfaltung eines Gruppenbildes über das Wassergefäß (> ABE 4), sowie der Gegensatz zwischen den Deutschen und der Truppe, der bildkompositorisch etabliert wird (> ABE 5). Die Szene beginnt mit einem pastoralen Plateau (> ABE 1) dessen Harmonie und Gleichmaß kontrastiert mit dem plötzlichen Umschwung einer euphorisierten Fokussierung von Bewegungen auf den Fixpunkt der Quelle in die enttäuschte Lähmung dieser Bewegungen (> ABE 2) und einer wellenartigen Wandlung von Ungewissheit in Freude und geduldigem Warten (> ABE 3). Während zu Beginn die individuellen Gesten sich als vereinzelnde Enttäuschungen zeigen, werden sie über die Bündelungen im Objekt des Blechnapfs und in der Figur Bogarts als sich wiederholende Muster in ihrer Zeitlichkeit zu einem indirekten Gruppenbild (> ABE 4), das anschließend über flüssige Verbindungen von Bewegungen im Bild und Kamerabewegung – im Gegensatz zur Statik der Deutschen Armee – in einem wieder erstarktem Bild des Militärischen mündet (> ABE 5).    MG  

Ausdrucksbewegungseinheiten (ABE)

01 02 03 04 05 

Materialen zur Szene

    Position der Szene im Film

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